Konzertauftritt zusammen mit dem Chor der Nathanaelkirche (Partnergemeinde der Berenbosteler Stephanuskirche)
Ja, so schnell kann es kommen.... und passiert ist es in Auerbachs Keller: Plötzlich erscheint zum Gaudium der 60 Mitgereisten der Leibhaftige persönlich. Mit "teuflischen" Sprüchen springt er von einem zum anderen, um dann am Ende der gelungenen Vorstellung, den Chorleiter mit einem geheimnisvollem Elexier in seinen Bann zu schlagen! Der Abend in dem durch Goethes Dr. Faust berühmt gewordenen Gaststätte war aber nur eins von vielen tollen Erlebnissen der drei Tage währenden Reise.
Eine Rundfahrt mit dem Bus durch die Außenbezirke und Spaziergänge durch die schöne Altstadt zeigten in eindrucksvoller Weise, wie konsequent die Stadtväter der Messestadt die Chance genutzt haben, Wiederaufbau und Renovierung voranzutreiben. Immer wieder wurden wir auch an die große Geschichte erinnert, die Leipzig geschrieben hat, z.B. an die berühmte Völkerschlacht, in der Napoleon endgültig besiegt wurde, oder an die Montagsdemonstrationen, die "erst" vor 21 Jahren letztlich zur Wiedervereinigung geführt haben! Nikolai- und Thomas- Kirche (J.S. Bach letzte Ruhestätte) haben unsere Sänger natürlich besonders beeindruckt. Die Konzerte der ,Thomaner', die es ja schon seit dem 12. Jahrhundert gibt, sind Legende.
Beeindruckt hat uns auch Hieronymus Lotter, der berühmte Bauherr und Bürgermeister aus dem 16. Jahrhundert, der ,persönlich' in seiner alten Tracht bei den Sängern im Ratskeller erschien. Ein Genius, der trefflich von Lotterei, Lotterbett usw. zu erzählen wusste. Mit seinem lustigen Kurs "Wie spreche ich fehlerfrei sächsisch?" hatte er die Lacher auf seiner Seite!
Der Höhepunkt unserer Sängerreise sollte aber unser Konzert in der Nathanael-Kirche im Ortsteil Lindenau werden. Eine hervorragende Akustik begeisterte Sängerinnen und Sänger und spornte sie zu guten Leistungen an. Das Programm umfasste u.a. Werke von Mendelssohn-Bartholdy, Rutter, Gabrieli und Rheinberger.
Die Zuhörer sparten nicht mit Beifall und fanden auch die kleine "Vorschau" mit Volksliedern in modernen Arrangements gut, denn am 3. Oktober, 2010, geben wir ja zum "Tag der der Deutschen Einheit" (20 Jahre Wiedervereinigung) ein großes Konzert bei Möbel-Hesse in Garbsen. Dann werden aus den 16 Bundesländern typische Volkslieder vorgetragen mit vielen Mitwirkenden, Trachtentänzern, Instrumentalisten usw. und vor z.T originaler Kulisse von damals!
Mit drei Booten auf der weißen Elster nahmen dann am Sonntag die Teilnehmer Abschied von der "grünen" Seite der Stadt, bei noch immer prächtigem Wetter. Am Ende waren sich alle einig: "Diese Reise werden wir nicht vergessen!"

Wenn Sänger reisen... scheint die Sonne! So auch am Sonntag, dem 6.9.2009, als über 40 Chormitglieder mit ihren Gästen in die Lüneburger Heide aufbrachen.
Der Bus brachte uns zunächst nach Schneverdingen in die "Eine-Welt-Kirche". Während einer Führung lernte man die hochinteressante Konstruktion näher kennen. Die Kirche wurde als Außenprojekt der Expo 2000 nach neuartigen Methoden aus nachwachsenden Hölzern der umgebenden Wälder erbaut. Sie steht unter der Schirmherrschaft der Landesbischöfin Käßmann.
Im Rahmen des Gottesdienstes trug der Chor internationale Stücke vor u.a. den Gospelsong "Ipharadisi" aus Südafrika, bei dem am Ende schließlich alle Gemeindemitglieder mitmachten und mit den Fingern schnipsten. Dazu Dirigent Peter Brünger: "Die Aufgeschlossenheit der fast 300 Besucher hat mich sehr beeindruckt!"
Nach einem Original Heidschnuckenessen in Niederhaverbeck ließen sich die Teilnehmer mit Kutschen durch die noch wunderschön blühende Heide (z.B. am Steingrund) fahren und stimmten immer wieder lustige Lieder an, wie das bei Sängern so üblich ist.
Hermann Löns ließ grüßen!
Als wir auch noch an einer Heidschnuckenherde vorbeikamen waren alle restlos begeistert.
Nach einem gemeinsamem Kaffeetrinken und leckerer Buchweizentorte ging es mit dem Bus wieder nach Berenbostel zurück. Im Gepäck: ein Sonntag mit schönen Erinnerungen!
berenbostel chor ad libitum bereitet sich intensiv auf die Konzertsaison vor.
Über 40 Sängerinnen und Sänger verbrachten das verlängerte Wochenende mit intensiven Proben, galt es doch den Grundstein für mehrere Auftritte zu legen:
26.10.08: Konzert "Quer Beet", geistliche und weltliche Musik in der Aula im Schulzentrum 1, mit dabei: kleiner und großer Chor, Solisten.
01.11.08: Erstmals Offenes Singen und Workshop bei Reddert.
14.12.08: Weihnachtskonzert in der St. Maria Regina Kirche
Eine durchaus anstrengende Sache für Chor und Dirigenten Peter Brünger, der allerdings am Ende ein positives Fazit ziehen konnte: "Wir haben insgesamt ca. 12 Stunden 'am Stück' proben können. Das entspricht ungefähr dem Ergebnis, das wir in 2 Monaten an normalen Übungsabenden erzielen könnten. Ich bin beeindruckt, wie engagiert alle mitgemacht haben!"
Selbstverständlich gab es auch Gelegenheit, das hübsche mittelalterliche Städtchen Duderstadt mit seinen liebevoll renovierten Fachwerkhäusern zu besichtigen und - die herrliche Akustik der St. Cyriakus-Kirche mit ein paar Gospelsongs und dem "Ave Maria" anzutesten. Der Pfarrer wollte uns sofort für die sonntägliche Messe verpflichten.
Das Schöne an diesen Chorwochenenden ist, dass menschliche Beziehungen vertieft werden, sich neue Freundschaften bilden und man seinen Nachbarn noch besser kennen lernt. Dazu trug auch die nette Umgebung, und der sehr gute Service des Hauses bei. Wir hatten Vollpension gebucht und wurden sehr verwöhnt. An den Abenden feierte der Blödsinn heitere Urständ', wobei die choreigenen Dichter und Solisten alle Register ihres Könnens zogen.
"Besser hätte es nicht laufen können nach den Aufregungen, die wir durch die Bildung von zwei Chören in der jüngsten Vergangenheit hatten," meinte der 1. Vorsitzende, Klaus Hasselhorst, "wir ziehen wieder alle an einem Strang und werden im nächsten Jahr solch eine Freizeit auf jeden Fall wiederholen!"
Versprochen ist versprochen.
Im Naturfreundehaus wurde in lockerer Runde hart an dem bevorstehenden Konzertprogramm mit ca. 50 Sängerinnen und Sängern gearbeitet. Auf dem Programm standen das "Gloria" von Vivaldi und die "Messe" in G-Dur von Schubert. Aber auch die Gemütlichkeit kam nicht zu kurz: Der Samstagabend war ganz der Geselligkeit gewidmet mit viel Döneken, Klönschnack und lustigen Vorträgen der Vereinspoeten!
Als es am Sonntagnachmittag bei klarem Winterwetter wieder nach Hause ging, waren sich alle einig, dass wir unserem anspruchsvollen Konzertziel im Oktober 2006 wieder einen großen Schritt näher gekommen sind!
Jödi